Paradise calling!

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9. August 2026

Es ist Sommer in Nova Scotia …

Warme sonnige Tage mit einer frischen Brise wechseln sich ab mit feuchtwarmen schwülen Tagen. Nebelschwaden und Dunst hängen über dem See, als gäbe es kein morgen! Am nächsten Tag strahlt wieder die Sonne und der See zeigt sich von seiner schönsten Seite. Zum Glück regnet es zwischendurch immer mal wieder kräftig, so dass der Sommer lange nicht so trocken ist wie der letzte und auch der Wasserspiegel im See ist ganz normal, fast hoch für diese Jahreszeit.

Im Juli unterbrechen wir unsere gemütlichen Tage am See mit einem Kurztripp nach Neufundland. Freunde von uns leben dort den Sommer über – wie viele hier in Atlantic Canada sind sie in der Fischerei tätig. In Neufundland gibt es ein großes Snowcrabs-Vorkommen, woraus sich eine eigenständiges Geschäftfeld, neben dem verbreiteten Lobsterfisching entwickelt hat.
Von Nova Scotia aus kommt man nur mit der Fähre oder mit dem Flugzeug nach Neufundland. Die Entfernung hat sich gewaschen. Die kürzeste Fährstrecke dauert 7 Stunden, die die direkt nach St-John’s führt, wo unsere Freunde ganz in der Nähe leben, dauert 14 Stunden … Klar da sind wir komplett raus, denn ich werde seekrank und kann nicht länger als 3 Stunden auf einem Boot im Meer überleben, uff! Also wird kurzerhand ein Flug gebucht (der ist übrigens fast genauso teuer, wie einer nach Deutschland, weird!) und genießen die super liebe Gastfreundschaft von Ivy und Trent in Fermeuse.
Neufundland ist ziemlich groß, unser kurzer Abstecher führt uns an den südöstlichsten Zipfel. Wir können wirklich nur einen ganz kurzen Schnupperer machen, um einen ersten Eindruck vom Land zu bekommen. Landschaftlich unterscheidet sich Neufundland sehr deutlich von Nova Scotia, viel nordischer! Borrealer Wald (niedrigstämmige Nadelgehölze weitgehend) wechseln sich mit tundraartigen leicht hügeligen Flächen und vielen Seen, in Neufundland „ponds“ genannt, ab. Morgens und abends steigen leichte Nebel auf über dem Land, fast mystisch – ich bin fasziniert von der Schönheit der kargen Landschaft.
Keine flächendeckenden Wälder wie in Nova Scotia. Bei der Fahrt durchs Land kann man viel weiter blicken und weit mehr von der Landschaft wahrnehmen.
Besondern Spaß macht da auch die wilde Fahrt mit den Side-By-Sides durch das Backcountry, das an das Naturschutzgebiet Avalon grenzt. Sehr originell und aufregend!

Wir genießen die kurze Zeit sehr … trotz mehrere Ausfahrten in der Dämmerung kriegen wir den versprochenen Elch aber leider nicht zu Gesicht. Dafür lernen wir nette Menschen kennen unter anderem einen Künstler, der aus Elchgeweihen und Holz ganz großartige, urige Kunstwerke schnitzt. Ein paar davon sind jetzt unser Eigentum und werden demnächst gliefert – im Flugzeug konnten wir sie leider nicht mitnehmen.

Wieder zurück in Nova Scotia treffen wir alte und neue Freunde, düsen mit dem Jetboot über die Seenlandschaft, genießen romantische Abende am Lagerfeuer und bringen das eine oder andere Projekt voran. Im Winter wurde unsere Zufahrt und Hof ganz schön malträtiert, also schon wieder investieren und alles frisch graveln, unsere Garage soll mit einem Zwischendeck unterteilt werden, um noch mehr Stauraum zu haben. Die Company muss vorangebracht werden, was sich als nicht ganz so einfach erweist, und und und…

Ein ganz besonderes Erlebnis möchte ich Euch nicht vorenthalten … eines das wir diesem Blog hier zu verdanken haben. Wir lernen Christian und Romana kennen! Zwei, die gerade dabei sind, ähnlich wie wir, sich ihren kleinen Traum vom Leben am See in Nova Scotia zu verwirklichen, ganz in unserer Nähe. Sie stehen noch ziemlich am Anfang, aber sind genauso begeistert wie wir! Bei ihren Recherchen sind sie auf unseren Blog gestoßen und haben Kontakt aufgenommen … Es ist einfach schön, Menschen zu finden, die ganz ähnliche Wünsche und Bedürfnisse haben … wir freuen uns auf eine lange Freundschaft!

Trotz der Arbeit, dem Trubel und der vielen Barbeques nehmen wir uns bewusst Zeit, immer mal wieder innezuhalten und das Hier und Jetzt mit großer Dankbarkeit zu genießen. Bei meiner Arbeit beschäftige ich mich natürlich immer wieder mit den neuesten Techniken. So auch mit der Möglichkeit Musikstücke, Soundeffekte und mehr per KI zu geneieren. Da kann ich es nicht lassen, einen Song zu generieren und unser Lebensgefühl hier im Haus am See, das Glück das wir haben, in einen Song zu packen. Lasst Euch ein bisschen Enlullen und nehmt teil an unserem Glück … Hört mal rein auf Youtube!